Fernwartung
Ich schalte mich direkt auf deinen Rechner – ohne Anfahrt, meist schneller erledigt. Jemanden auf den eigenen Rechner zu lassen ist Vertrauenssache, deshalb steht hier ausführlich, wie das abläuft, was ich sehe und wo du jederzeit den Stecker ziehst.
Ablauf · Deine Kontrolle · Installation · Voraussetzungen · Sicherheit · Grenzen · Preise · Fragen
Bitte zuerst lesen: Schutz vor Betrug
Installiere RustDesk oder gib Geräte-ID und Passwort nur weiter, wenn du selbst den Kontakt zu mir hergestellt hast oder einen Termin mit mir vereinbart hast. Ich rufe niemanden unaufgefordert an. Ruft dich jemand Unbekanntes an – angeblich von Microsoft, von deinem Internetanbieter oder als „Techniker“ – und fordert dich auf, Fernwartungssoftware zu installieren, lege auf. Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Betrugsversuch. Dasselbe gilt für Warnmeldungen im Browser, die zum Anruf einer Hotline auffordern.
Ablauf
Fernwartung hat bei mir Vorrang: kein Anfahrtsweg, meist schneller erledigt. Ich arbeite dafür bevorzugt mit RustDesk – einem quelloffenen Programm, das du selbst startest und selbst wieder beendest.
- Du meldest dich – per Kontaktformular, Telefon, E-Mail oder WhatsApp – und beschreibst kurz, worum es geht.
- Wir vereinbaren einen Termin. Ein kurzes Erstgespräch zur Klärung des Auftrags ist kostenlos. Bei Bedarf sage ich dir vorher, was ungefähr auf dich zukommt.
- Du startest RustDesk auf deinem Gerät. Falls es noch nicht installiert ist, gehen wir die Installation gemeinsam durch – meist telefonisch.
- Du teilst mir die angezeigte Geräte-ID und das aktuelle temporäre Passwort mit – oder du bestätigst die Verbindung einfach direkt am Gerät, wenn ich anfrage.
- Wir arbeiten gemeinsam. Du siehst die ganze Zeit, was ich mache, und kannst die Verbindung jederzeit beenden. Eine Aufzeichnung der Sitzung findet nicht statt.
- Ich beende die Verbindung. Ohne erneute Freigabe oder ein neues temporäres Passwort ist anschließend kein weiterer Zugriff möglich.
Deine Kontrolle
Fernwartung funktioniert nur, wenn du dich dabei nicht unwohl fühlst. Deshalb liegt die Kontrolle bei dir – und zwar nicht als Versprechen, sondern technisch.
- Nichts läuft ohne deine Freigabe. Ohne Geräte-ID und gültiges temporäres Passwort – oder deine Bestätigung direkt am Gerät – kommt keine Verbindung zustande.
- Du siehst alles mit. Dein Bildschirm bleibt an, du verfolgst jede Bewegung und jede Eingabe in Echtzeit.
- Du beendest jederzeit. Fenster schließen oder Verbindung trennen genügt – ohne Begründung. Im Zweifel tut es auch der Netzstecker des Routers.
- Nach der Sitzung ist Schluss. Das temporäre Passwort wechselt; ohne neue Freigabe komme ich nicht wieder rein.
- Keine Aufzeichnung. Sitzungen werden weder als Video noch als Eingabe-Mitschnitt gespeichert.
- Dateiübertragung nur, wenn nötig. Ich nutze sie ausschließlich, wenn die Aufgabe es erfordert – etwa um ein Treiberpaket zu übertragen.
Was ich sehe – und was nicht
Ehrlich gesagt: Während einer laufenden Sitzung sehe ich das, was auf deinem Bildschirm zu sehen ist, und kann Maus und Tastatur bedienen – technisch also dasselbe wie jemand, der neben dir sitzt. Was ich nicht sehe, ist alles außerhalb dieser Sitzung: keine Daten vorher, keine danach, nichts im Hintergrund. Ich öffne nur, was für die vereinbarte Aufgabe nötig ist. Wenn du vorher private Fenster schließen oder Ordner nicht geöffnet lassen möchtest, ist das völlig in Ordnung – sag einfach Bescheid, dann warte ich.
Installation
RustDesk gibt es für alle gängigen Systeme unter rustdesk.com/download. Wenn dir das zu technisch ist: Ruf mich an, wir machen das gemeinsam Schritt für Schritt.
Windows
- Lade RustDesk unter rustdesk.com/download herunter – wähle dort die „exe“-Datei für 64-Bit-Windows.
- Öffne die Datei und bestätige die Windows-Sicherheitsabfrage (UAC) mit „Ja“, falls sie erscheint.
- RustDesk startet sofort – teile mir die angezeigte Geräte-ID und das Passwort mit.
Eine dauerhafte Installation ist für eine einzelne Sitzung nicht nötig – das Programm läuft auch direkt nach dem Download.
macOS
Lade die Datei für macOS herunter und ziehe RustDesk in den Programme-Ordner. Beim ersten Start fragt macOS nach zwei Berechtigungen, die du unter „Systemeinstellungen“ → „Datenschutz & Sicherheit“ erteilst: Bildschirmaufnahme, damit ich deinen Bildschirm sehen kann, und Bedienungshilfen, damit Maus und Tastatur bedient werden können. Ohne diese Freigaben siehst nur du etwas – das ist die eingebaute Schutzfunktion von macOS, kein Fehler. Beide Berechtigungen kannst du dort jederzeit wieder entziehen.
Linux
Für Linux gibt es Pakete für Debian/Ubuntu (.deb), Fedora/openSUSE (.rpm), dazu Flatpak und AppImage. Eine Besonderheit: Unter Wayland – der Standard-Anzeigeserver vieler aktueller Distributionen – funktioniert die Fernsteuerung je nach Version nur eingeschränkt. Falls es hakt, melde dich testweise in einer X11-Sitzung an; die lässt sich auf dem Anmeldebildschirm meist über ein kleines Zahnrad auswählen. Welcher Weg für deine Distribution der richtige ist, klären wir vorab.
Android
Die Android-App findest du im Play Store. Das Teilen des Bildschirms musst du am Gerät ausdrücklich bestätigen; für die Steuerung von Maus und Tastatur ist zusätzlich eine Freigabe in den Bedienungshilfen nötig. Je nach Hersteller und Android-Version ist die Steuerung eingeschränkt – oft reicht es aber völlig, wenn ich mitsehe und dir sage, was du tippen musst.
iPhone und iPad
Ein iPhone oder iPad lässt sich nicht fernsteuern – das lässt Apple grundsätzlich nicht zu, unabhängig vom Programm. Hier helfe ich telefonisch, mit Screenshots oder direkt vor Ort in Berlin. Umgekehrt kannst du von einem iPhone oder iPad aus auf einen anderen Rechner zugreifen; für meine Arbeit ist das aber selten der passende Weg.
Voraussetzungen
- Das Gerät startet und lässt sich bedienen.
- Eine Internetverbindung ist vorhanden.
- RustDesk ist installiert oder gestartet (Installation).
- Jemand ist am Gerät und kann die Verbindung freigeben.
Fernwartung biete ich deutschlandweit an; Anfragen aus dem Ausland prüfe ich im Einzelfall. Wenn eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt ist, hilft nur ein Termin vor Ort – den biete ich innerhalb Berlins nach Absprache an.
Sicherheit und Datenschutz
Verbindung und Verschlüsselung
Der Verbindungsaufbau erfolgt derzeit über die öffentlichen Server von RustDesk. Die Sitzungsinhalte werden nach Angaben des Herstellers Ende-zu-Ende-verschlüsselt. RustDesk ist quelloffen – der Programmcode ist öffentlich einsehbar und wird von Dritten geprüft. Das ist einer der Gründe, warum ich es anderen Werkzeugen vorziehe.
Zugangsdaten
Die Geräte-ID und das temporäre Sitzungspasswort kannst du mir telefonisch, per E-Mail oder Messenger mitteilen – oder du bestätigst die Verbindung direkt am Gerät, dann brauche ich beides gar nicht. Deine eigenen Passwörter für E-Mail, Onlinebanking oder Konten brauche ich in aller Regel nicht. Falls doch einmal eine Anmeldung nötig ist, sage ich dir das vorher, und du gibst sie selbst ein. Bitte sende Passwörter nie über WhatsApp oder unverschlüsselte E-Mail.
Permanenter Zugriff nur nach Absprache
Ein permanenter oder unbeaufsichtigter Zugriff wird nicht standardmäßig eingerichtet. Wenn eine dauerhafte Betreuung dies sinnvoll macht, kann ein solcher Zugang nach vorheriger Erklärung und ausdrücklicher Zustimmung eingerichtet werden – abgesichert mit einem individuellen Passwort und, sofern technisch möglich, Zwei-Faktor-Authentifizierung. Umfang, Zweck, Schutzmaßnahmen und Beendigung des Zugriffs werden dabei separat vereinbart.
Wie ich mit deinen Daten umgehe, steht in der Datenschutzerklärung. Die vertraglichen Regelungen zur Fernwartung findest du in den AGB.
Was per Fernwartung nicht geht
Fernwartung ist der schnellste Weg – aber nicht für alles. Damit du dir einen vergeblichen Termin sparst:
- Das Gerät startet nicht mehr oder hängt vor dem Anmeldebildschirm.
- Es besteht keine Internetverbindung – oder genau die ist das Problem.
- Einstellungen im BIOS/UEFI oder eine komplette Neuinstallation des Systems.
- Alles Körperliche am Gerät: Kabel umstecken, Drucker auspacken, Geräte aufstellen.
Ich biete keine Reparaturen an defekter Hardware, keinen Bauteiltausch und keine Arbeiten an geöffneten Geräten an – weder aus der Ferne noch vor Ort. Voraussetzung für meinen IT-Support ist, dass die Hardware grundsätzlich funktioniert. Mehr dazu unter „Was ich nicht mache“.
Preise
Fernwartung rechne ich wie IT-Support ab: 70,00 Euro pro Stunde. Es gilt eine Mindestberechnung von 30 Minuten (35,00 Euro), danach rechne ich je angefangene 15 Minuten ab. Anfahrt fällt nicht an – das macht Fernwartung meist zum günstigsten Weg.
| Tatsächliche Dauer | Berechnung |
|---|---|
| bis 30 Minuten | 35,00 Euro |
| 31 bis 45 Minuten | 52,50 Euro |
| 46 bis 60 Minuten | 70,00 Euro |
| 61 bis 75 Minuten | 87,50 Euro |
Ein kurzes Erstgespräch zur Klärung des Auftrags ist kostenlos. Technische Analyse, Recherche und konkrete Hilfestellung gelten als Arbeitszeit.
Für Einsätze außerhalb meiner Geschäftszeiten (Mo–Fr 10–18 Uhr) berechne ich einen Zuschlag von 25 Prozent, an Sonn- und Feiertagen 50 Prozent – jeweils nur nach vorheriger Vereinbarung.
Alle genannten Preise sind Endpreise. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Vor der Arbeit bekommst du auf Anfrage einen Kostenvoranschlag, damit du weißt, was auf dich zukommt. Die vollständige Preisübersicht steht auf der Seite IT-Support.
Häufige Fragen zur Fernwartung
Kannst du auf meine Dateien und Passwörter zugreifen?
Während einer laufenden Sitzung habe ich technisch dieselben Möglichkeiten wie jemand, der bei dir am Rechner sitzt – ich sehe deinen Bildschirm und kann Maus und Tastatur bedienen. Ich öffne nur, was für die vereinbarte Aufgabe nötig ist, und du siehst die ganze Zeit mit. Passwörter brauche ich in aller Regel nicht; wenn doch, sprechen wir das vorher ab und du gibst sie selbst ein.
Muss ich während der Sitzung dabeibleiben?
Ja, das ist der Normalfall und ausdrücklich so gedacht. Du siehst mit, kannst Fragen stellen und die Verbindung jederzeit beenden. Wenn eine Aufgabe länger unbeaufsichtigt laufen muss, zum Beispiel ein großes Update, besprechen wir das vorher.
Was, wenn ich mitten in der Sitzung abbrechen will?
Dann brichst du ab. Du schließt das RustDesk-Fenster oder trennst die Verbindung – das genügt, du musst dich nicht erklären. Auch der Netzstecker des Routers funktioniert. Danach ist der Zugriff sofort beendet.
Bleibt RustDesk nach der Sitzung aktiv?
Das Programm bleibt auf dem Gerät, wenn du es installiert hast – ein Zugriff ist damit aber nicht möglich. Dafür bräuchte ich ein neues temporäres Passwort oder deine Bestätigung direkt am Gerät. Du kannst RustDesk jederzeit schließen oder deinstallieren.
Wird die Sitzung aufgezeichnet?
Nein. Eine Aufzeichnung der Sitzung findet nicht statt – weder als Video noch als Mitschnitt der Eingaben. Was ich für die Nachvollziehbarkeit festhalte, sind höchstens Notizen zur geleisteten Arbeit für die Rechnung.
Geht Fernwartung auch außerhalb Berlins?
Ja. Fernwartung biete ich deutschlandweit an – der Standort spielt keine Rolle, solange das Gerät läuft und online ist. Anfragen aus dem Ausland prüfe ich im Einzelfall. Vor-Ort-Termine gibt es dagegen nur in Berlin.
Woran erkenne ich einen Betrugsanruf?
Daran, dass der Kontakt von der anderen Seite kommt. Ich rufe niemanden unaufgefordert an und fordere niemanden auf, Fernwartungssoftware zu installieren. Wer sich am Telefon als Microsoft, als dein Internetanbieter oder als Techniker meldet und dich zu einer Installation drängt, will dich betrügen – auflegen, nicht diskutieren.
Weitere Fragen zu Preisen, Webseiten und Wartung beantwortet die FAQ-Seite.
Klingt passend?
Beschreib mir kurz, worum es geht – dann sage ich dir ehrlich, ob sich das aus der Ferne lösen lässt oder ob ein Termin vor Ort der bessere Weg ist.